Früher in Rente

Früher in Rente zu gehen lohnt sich trotz Abschlägen in den meisten Fällen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das sogar noch vor 63 schaffen können.

Zusammenfassung:

  • Sie können bereits ab 63 mit Abschlägen Rente beziehen, wenn Sie mehr als 35 Beitragsjahre haben. Sie müssten sehr alt werden, damit sich die Frührente (sogenannter «Vorbezug») nicht lohnt
  • Durch freiwillige Beiträge können Sie diese Abschläge ab dem 50. Lebensjahr ausgleichen
  • Sie können bereits noch früher aufhören zu arbeiten, wenn Sie mit einer optimalen Altersvorsorge Steuern sparen und Ihre Rentenlücke schliessen.

Vorzeitig in Rente – gesetzlicher Renteneintritt und Abschläge abhängig von Beitragsjahren

Immer mehr Arbeitnehmer entscheiden sich nach Ihrem aktiven Erwerbsleben für eine vorgezogene gesetzliche Rente. Der mögliche Rentenbeginn und die lebenslangen Rentenabschläge durch den Vorbezug hängen dabei von den erreichten Beitragsjahren zur gesetzlichen Rentenversicherung ab:

Das ordentliche Renteneintrittsalter steigt schrittweise von 65 auf 67 Jahre (ab Jahrgang 1964). Auch das Renteneintrittsalter für besonders langjährig Versicherte mit mehr als 45 Beitragsjahren steigt von 63 auf 65 Jahre (ab Jahrgang 1964).

Mit bereits 63 Jahren können nur «langjährig Versicherte», also Beitragszahler mit mehr als 35 Versicherungsjahren, in Rente gehen. Die Abschläge von 0.3% pro Monat werden dann in Bezug auf das ordentliche Renteneintrittsalter berechnet. Sie erfahren Ihr ordentliches Renteneintrittsalter und Ihre Abschläge auch in unserem Rentengutachten.

Eine tiefere Rente länger beziehen – Lohnt sich das?

Durch die Abschläge auf Ihre ordentliche Rente beziehen Sie Ihre Rente zwar früher, aber die Zahlungen sind lebenslang tiefer als wenn Sie später regulär in Rente gehen würden. Ob sich der Vorbezug lohnt, hängt unter anderem von Ihrer Lebenserwartung und Ihrem Geschlecht ab: Sollten Sie sehr alt werden, könnte die abschlagsfreie Rente zum ordentlichen Renteneintritt günstiger sein als ein Vorbezug mit Abschlägen. Dies gilt tendenziell für Frauen, da sie eine höhere Lebenserwartung als Männer haben. Lassen Sie sich in unserem kostenlosen Rentengutachten vorrechnen, ob sich der Vorbezug bei Ihnen lohnt oder nicht:

Rentengutachten

Noch früher in Rente – auch ohne 35 Beitragsjahre

Selbst wenn Sie keine 35 Beitragsjahre vorweisen können oder wenn Sie noch früher in Rente gehen möchten, lohnt es sich über ein vorzeitiges Ende des Erwerbslebens nachzudenken. Sie können dann Ihre täglichen Ausgaben mit dem Verzehr Ihres Anlagevermögens überbrücken. Wenn Sie heute 53 Jahre sind und 100.000 Euro besitzen, könnten Sie sich damit ab 63 eine monatliche Zusatzrente von 570 Euro finanzieren:

Lesen Sie in unseren weiteren Artikeln wie man dafür einen Entnahmeplan selbst umsetzen kann, ein optimales Portfolio einfach und kostengünstig baut, wie man selber passende Fonds richtig auswählen und damit auch noch Steuern sparen kann.

Abschläge ausgleichen durch freiwillige Beiträge – nur für wenige interessant

Die Deutsche Rentenversicherung bietet Ihren Versicherten ab 50 die Möglichkeit an, durch freiwillige Beitragszahlungen Abschläge auszugleichen. Dies lohnt sich in der Regel nur für Versicherte, denen nur noch wenige Beitragsmonate fehlen, um eine abschlagsfreie Frührente (für besonders langjährig Versicherte, ab 45 Beitragsjahre) oder überhaupt eine Altersrente (z.B. für erwerbslose Frauen mit Kindererziehungszeiten, ab 5 Beitragsjahren) zu erhalten. Wir erklären in einem weiteren Artikel wann freiwillige Beiträge in die Deutsche Rentenversicherung sinnvoll sind und wie hoch diese sind.